Offizielle Eröffnung des Haus Auengarten am 31.08.2018: „So hab‘ ich es mir gewünscht“

„Ich warte schon so lange auf den einen Moment. Ich bin auf der Suche nach hundert Prozent. Wann ist es endlich richtig? Wann macht es einen Sinn? Ich werde es erst wissen, wenn ich angekommen bin.“ Voller Leidenschaft singen die Bewohner des Haus Auengarten das bekannte Lied des Duos „Ich+Ich“. Sie singen es für ihre Gäste bei der Einweihungsfeier der ProSenis-Einrichtung im hannoverschen Stadtteil Kleefeld.

Das Lied ist nicht zufällig ausgewählt. Der Liedtext entspricht ziemlich genau den Empfindungen, die Bewohner, Mitarbeiter und Verantwortlichen des Wohnhauses für blinde mehrfach behinderte Erwachsene seit langem umtreiben. Schon vor acht Jahren begann die Konzeption des Hauses, erläutert Thomas Rorig, einer der beiden Architekten. Es bedurfte viel Abstimmung mit Behörden und viel Einsatz von BVN-Geschäftsführer Lange bis zur heutigen Eröffnung. Der Bau des extrem energieeffizienten Hauses nahm dann nur gut ein Jahr in Anspruch. Seit Dezember 2017 ziehen dort Betroffene ein. (Lesen Sie hierzu auch den Bericht in gemeinsam 01/2018)

14 von 38 Wohnplätzen sind inzwischen belegt, sagt Einrichtungsleiterin Cornelia Rommel. „Das Haus wächst langsam, die untere Etage ist nun schon belebt.“ Zur Feier führten die Bewohner interessierte Gäste durch das Haus. „Ich bin unendlich glücklich und dankbar, Teil dieses Hauses zu sein“, sagte Sebiha Akbulut in einer Rede. Seit gut einem Monat wohnt sie hier. Und sie lobt die Mitarbeiter in höchsten Tönen: „Ihr seid unsere Helden des Alltags.“ Und dann singen sie weiter das Lied von Ich+Ich: „So soll es sein, so kann es bleiben. So hab‘ ich es mir gewünscht.“

Stefan Korinth